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Passiven englischen Wortschatz aktivieren

Make progress ist dir vertraut, doch im Text steht did a big progress? Vier kleine Änderungen zeigen, was zwischen Wiedererkennen und sicherem Gebrauch fehlt.

Beim Lesen erkennst du make progress sofort. Auch in einer Auswahlaufgabe findest du die richtige Antwort. Fragt ein Kollege nach dem Bericht, entsteht trotzdem We did a big progress. Diese Lücke trennt passiven und aktiven Wortschatz: Du kennst den Ausdruck, kannst ihn aber noch nicht sicher einsetzen. In LetsWords rufst du ihn ohne Hinweis ab und bildest Sätze damit. Das Training zeigt Fehler im Wortgebrauch und in der Grammatik, begründet Korrekturen und bringt den Ausdruck später wieder zurück. An einem Beispiel lässt sich verfolgen, wie daraus anwendbarer Wortschatz wird.

Den Ausdruck in einer kostenlosen Übung kennenlernen

Vielleicht kommst du bereits von einer Lernseite hierher. Die kostenlosen deutschen LetsWords-Übungen enthalten 300 ausgewählte Einträge; der englische Katalog umfasst mehr als 1.500 Ausdrücke in acht Bereichen. Jede Seite erklärt Bedeutung und Muster, zeigt Beispiele sowie einen typischen Fehler und enthält eine Aufgabe mit Lösung. Unter Kollokationen findest du beispielsweise Verbindungen mit make, take, get und keep sowie Adjektive mit Präpositionen.

Das macht einen Ausdruck verständlich. Eine Auswahlaufgabe bietet die möglichen Antworten jedoch bereits an: Auf der englischen Seite zu make progress wählst du zwischen made und did. Eine E-Mail an einen Kollegen enthält keine solchen Optionen. Du musst den Ausdruck aus dem Gedächtnis holen und passend einsetzen. Diesen Schritt übst du im LetsWords-Vokabeltrainer.

Den Ausdruck aus dem Gedächtnis abrufen

Bei der Wiederholung in LetsWords siehst du eine Bedeutung wie „Fortschritte machen, einem Ziel näherkommen“. Du suchst den englischen Ausdruck im Gedächtnis. Erst wenn du nicht weiterkommst, öffnest du einen Hinweis.

Das ist aktives Abrufen. Ein Wort unter zwei Optionen zu erkennen verlangt etwas anderes, als es ohne Vorgabe zu finden. Letzteres brauchst du in Gesprächen und E-Mails, in denen dir niemand eine Auswahl anbietet.

Den Ausdruck beim Schreiben einsetzen

Du hast make progress abgerufen. Jetzt verwendest du die Verbindung in einem Satz über eine konkrete Situation. Angenommen, du möchtest einem Kollegen mitteilen, dass der Bericht gut vorankommt: Einleitung und Ergebnisteil sind bereits fertig.

Obwohl du den Ausdruck gerade richtig erinnert hast, kann im längeren Satz do auftauchen. Viele Sprachen teilen ihre Verben anders auf als das englische Paar make und do. Ein erster Versuch lautet:

We did a big progress on the report: the introduction and the results are ready.

Die Karte zum isolierten Ausdruck würde diesen Fehler nicht zeigen, wenn du ihre Lösung richtig genannt hast. Erst der Satz macht sichtbar, welche Bestandteile noch nicht sicher sind.

Ein Feedbackbeispiel: vier Änderungen in einem Satz

LetsWords bietet kurze und ausführliche Rückmeldungen. Eine ausführliche Besprechung dieses Beispiels umfasst folgende Punkte.

Was korrigiert werden muss.

  • did → made. Progress verbindet sich mit make. Die Aufteilung der Verben in einer anderen Sprache hilft bei dieser englischen Verbindung nicht zuverlässig. Eine englische Übung zu make und do behandelt den Unterschied.
  • Das zusätzliche a. Progress ist in diesem Sinn nicht zählbar, wie die Cambridge-Grammatik erläutert. Daher steht kein a davor.

Was genauer formuliert werden kann.

  • big → significant. Um das Ausmaß des Fortschritts auszudrücken, sind good, great oder significant übliche Verbindungen. Significant passt hier zur beabsichtigten Aussage, dass deutlich etwas vorangegangen ist.
  • the results → the results section. The results bezeichnet die Ergebnisse der Arbeit. Fertiggestellt wurde jedoch ein Abschnitt des Berichts. Dafür ist the results section genauer.

Die überarbeitete Fassung:

We made significant progress on the report: the introduction and the results section are ready.

Die Aussage bleibt erhalten. Geändert wurden die Wortverbindung, der Artikel und die Genauigkeit einzelner Wörter. Du hast jetzt mehr als eine Übersetzung: make progress on + Projekt ist ein Muster, das du anwenden kannst. Das Feedback berücksichtigt außerdem dein Ziel. Bei allgemeinem Englisch steht der praktische Gebrauch im Vordergrund; für eine Prüfung zählt zusätzlich, ob der Wortschatz zum schriftlichen Antwortformat passt.

Den Ausdruck in einem anderen Zusammenhang verwenden

Ein korrekter Satz reicht noch nicht für sicheren aktiven Wortschatz. Probiere eine Situation, in der sich Zeitform, Präposition oder Aussage ändern:

The town is making progress towards safer cycling routes.

Hier steht is making, weil der Prozess gerade stattfindet. Statt on mit einem Projekt folgt towards mit einem Ziel.

Prüfe auch die Grenzen der Bedeutung:

We made progress on the application.

We met the application deadline.

Der erste Satz sagt nicht, dass der Antrag eingereicht wurde. Er berichtet lediglich von Fortschritten. Der zweite sagt, dass die Frist eingehalten wurde. LetsWords prüft auch, ob der Ausdruck die gemeinte Aussage trägt. Die englische Übung zu meet a deadline erklärt diese Unterscheidung ebenfalls.

Versuche es selbst: Dein Team hat zwei von fünf Abschnitten fertig, die Abgabe ist in einer Woche. Berichte über den Fortschritt, ohne die gesamte Arbeit als abgeschlossen darzustellen. Eine mögliche Antwort:

We have made good progress on the report, but we still need to write three sections.

In späteren Einheiten wiederholen

Spaced Repetition bringt make progress anhand der bisherigen Ergebnisse in späteren Einheiten zurück. Du siehst die Bedeutung, rufst den Ausdruck ab und bildest einen weiteren Satz, diesmal beispielsweise über dein Englisch:

I’m making steady progress with my English: I can now explain a problem to a colleague without switching languages.

Taucht ein früherer Fehler wieder auf, macht das Feedback darauf aufmerksam. Mit einem weiteren Beispiel festigst du die Korrektur.

Warum diese Schritte beim Lernen helfen

  • Aktives Abrufen. Im Experiment von Karpicke und Roediger erinnerten sich Lernende nach einer Woche deutlich besser an Wörter, die sie wiederholt abgerufen hatten, als an nur erneut gelesene Wörter. In LetsWords rekonstruierst du den Ausdruck anhand seiner Bedeutung, statt ihn lediglich unter Optionen zu erkennen.
  • Wiederholung mit Abstand. Cepeda und Kollegen fassten Untersuchungen zur zeitlichen Verteilung von Lernphasen zusammen. Verteiltes Üben unterstützt späteres Erinnern besser als direkt aufeinanderfolgende Wiederholungen. In LetsWords begegnet dir ein Ausdruck deshalb in späteren Einheiten erneut.
  • Wörter beim Schreiben verwenden. In den Experimenten von Hulstijn und Laufer blieben neue Wörter am besten erhalten, wenn Lernende einen Text mit ihnen verfassten. Lückenaufgaben brachten einen geringeren, bloßes Lesen den geringsten Lernertrag. Im Trainer formulierst du mit jedem Ausdruck eine Aussage; das Feedback zeigt, was dabei noch korrigiert werden sollte.

Für welche Ziele sich das eignet

Beruf und Alltag. Ergänze Wörter aus E-Mails, Aufgaben und Lektüre in persönlichen Sammlungen oder beginne mit fertigen Sammlungen zu Kollokationen, Phrasal Verbs und Redewendungen. Schreibe über vertraute Situationen: Berichte, Besprechungen oder Kundenanfragen. Möchtest du stärker auf Englisch denken, wähle englische Definitionen und öffne die Übersetzung bei Bedarf. Wer bereits Karteikarten nutzt, behält Abrufen und verteilte Wiederholung bei und ergänzt Rückmeldungen zu Wortgebrauch und Grammatik. Mehr dazu im Vergleich von Karteikarten und Anwendungstraining.

IELTS. Beginne mit Prüfungswortschatz sowie akademischen Wörtern und Ausdrücken. Die Rückmeldung berücksichtigt das Prüfungsziel. So lässt sich schon mit einem Satz an der sprachlichen Genauigkeit arbeiten, die unter Lexical Resource bewertet wird. Make progress passt beispielsweise auch in Task 2:

Many governments have made considerable progress in reducing air pollution, but traffic congestion remains a serious problem in large cities.

Der nächste Schritt kann IELTS Writing in LetsWords sein. Ausgehend von einem Satz übst du einen kurzen Textabschnitt mit Schwerpunkt auf einem Bewertungskriterium. Anschließend kannst du eine vollständige Task-1- oder Task-2-Antwort mit Rückmeldungen zu allen vier Kriterien bearbeiten. Die Aufgabenbank enthält Hunderte Aufgaben für Academic und General Training.

So steigst du ein

Rufe einen Ausdruck anhand seiner Bedeutung ab und bilde einen Satz damit. LetsWords zeigt Fehler, erklärt die Korrektur und bringt den Ausdruck zur Wiederholung zurück. Dadurch übst du die Schritte, die zwischen Wiedererkennen und sicherer Anwendung liegen. Beim Einstieg gibst du Ziel und Niveau an; das Training wird darauf abgestimmt. Das Feedback lässt sich vor einer Zahlung ausprobieren.

Mit dem Vokabeltraining beginnen und bekannte Wörter aktiv einsetzen.

Meinen Wortschatz erweitern

Übe Englisch passend zu deinem Niveau und Ziel, mit Korrekturen und Erklärungen auf Deutsch.